Di

12

Jul

2011

Trianel unterstützt Stadtwerke bei wichtigen Zukunftsthemen

Aus Sicht der Trianel ist die ökologische Energiewende nur durch die Kombination zentraler und dezentraler Strukturen umsetzbar. Bei der Erschließung von CO2-Minderungspotenzialen vor Ort spielen starke Stadtwerke eine bedeutende Rolle. „Dazu müssen sie sich vom kWh-Lieferanten hin zum modernen kundenorientierten Energiedienstleister entwickeln, der Verbraucherbedürfnisse versteht und beantwortet. Ihre große Kundennähe und Akzeptanz vor Ort kommen den Stadtwerken dabei in idealer Weise entgegen“, beschreibt Sven Becker, Sprecher der Trianel Geschäftsführung, die künftigen Aufgaben der Stadtwerke auf der Jahrespressekonferenz in Düsseldorf. „Damit sich Stadtwerke weiterhin erfolgreich in der Energiewende positionieren können, entwickeln wir in ihrem Auftrag nicht nur Lösungen für den Ausbau ihres Erzeugungsportfolios, sondern auch Geschäftsmodelle für die Themen Elektromobilität, Energieeffizienz, dezentrale Erzeugung, wie Mikro-Konzepte in der Kraftwärmekopplung (KWK), und Smart Metering."

Mit 53 Netzwerkpartnern betreibt Trianel deutschlandweit das größte e-Mobilitätsnetzwerk für Stadtwerke. Das Netzwerk befähigt Energieversorger, sich als lokaler Partner für Elektromobilität im entstehenden Markt zu positionieren.

 

Im Netzwerk werden marktreife Produkte und praxistaugliche Geschäftsmodelle entwickelt, erprobt und zeitnah umgesetzt. Erstes Produkt ist ein selbst entwickeltes Pedelec (Pedal Electric Cycle), das im Herbst 2010 im

 

Markt eingeführt und bis heute von den Stadtwerken bereits rund 1.000mal bestellt wurde. Die Partner verfolgen dabei den Ansatz, das Stadtwerke EnergieRad© sowohl im eigenen Fuhrpark einzusetzen, als auch über den Fachhandel an Endkunden zu vertreiben. Zudem werden Mobilitätskonzepte entwickelt, in denen die Pedelecs in Verleihsysteme eingebunden werden um den ÖPNV zu ergänzen. Aktuell wird der Stadtwerke EnergieRoller© im Markt eingeführt, ein e-max Roller 90 S, der in einem umfangreichen Test für gut befunden wurde.

 

Gemeinsam mit 41 Stadtwerken plant Trianel des Weiteren die Einführung von intelligenten Zählern. Ziel des Projekts Smart Metering ist es, bis zum dritten Quartal 2011 ein umsetzungsfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln, das es Stadtwerken gleich welcher Größe erlaubt, kostenneutral alle Kunden mit elektronischen Haushaltszählern für alle Versorgungsprodukte auszustatten. 4 Mio. konventionelle Strom- und Gaszähler könnten dann gegen Smart Meter ausgetauscht werden, mit denen die Haushalte ihren Verbrauch kontrollieren und auf verbrauchsarme und kostengünstigere Zeiten umlenken können.

 

„In absehbarer Zeit wird ein völlig neuer Markt für neue Tarife und Effizienzprodukte bei Energiedienstleistern entstehen“, betont Sven Becker. „Basis für diese Effizienzprodukte ist Smart Metering. Auch die Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes fordert Stadtwerke, sich zukünftig stärker im Bereich Smart Metering zu engagieren.“

 

 

Zum anderen legt das Trianel Projekt den Grundstein für ein intelligentes Netz (Smart Grid). Denn ohne Smart Metering wird das regelbare Netz nicht realisierbar. Gleichzeitig verfügen Stadtwerke auch über neue Wege der Kundenbindung und können frühzeitig den nächsten Schritt in Richtung Smart Home gehen und ihren Kunden weitere Produkte anbieten.

 

Auch der Bereich dezentrale Erzeugung durch Mini/Mikro-KWK-Anlagen ist ein attraktiver Zukunftsmarkt für Stadtwerke. Trianel plant, gemeinsam mit Stadtwerken Ende dieses Jahres ein Umsetzungskonzept zu erarbeiten. Damit sollen potenzielle Geschäftsbereiche analysiert und eine Markteintrittstrategie erarbeitet werden. Insgesamt sieht Trianel einen wachsenden Bedarf von Stadtwerken bei der Analyse von Trends, die sich im Umfeld der weiteren Orientierung der Energiewirtschaft und der Bevölkerung am Thema Nachhaltigkeit ergeben. „Um die Wettbewerbsfähigkeit der Stadtwerke zu sichern und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen, wird Trianel als Dienstleistung für ihre Gesellschafter umfänglich Markt- und Trendentwicklungen sowie Entwicklungen im regulatorischen Umfeld beobachten. Dann wird es darum gehen, Geschäftsmodelle für die Stadtwerke im Hinblick darauf zu entwickeln, wie sie dem wachsenden Bedürfnis ihrer Kunden nach einem nachhaltigen Umgang mit Energie gerecht werden können“, beschreibt Sven Becker einen Schwerpunkt der künftigen Trianel Aktivitäten. „Aus der Zusammenarbeit mit den Stadtwerken werden sich für die Stadtwerke hohe Mehrwerte aus neuen Wertschöpfungsbereichen und für Trianel neue Dienstleistungen ergeben, die für alle Beteiligten ein kontinuierliches Unternehmenswachstum ermöglichen."

Quelle:PM Trianel

Smart Metering

Smart Metering gewinnt an Bedeutung und der Einsatz von Smart Meter Geräten bzw. intelligenten Zählern ist vorgegebenes Ziel der Politik. Entsprechende Normen und Sicherheitsanforderungen werden derzeit definiert und SmartMetering soll den Anbietern und Verbrauchern die intelligente Nutzung von Energie ermöglichen. Hauptziel ist der Aufbau von intelligenten Netzen, den SmartGrids , was ohne SmartMetering nicht denkbar ist.